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Stand: 08.07.2010 08:11

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ISDN-Lexikon - I

Hier finden Sie die Erklärung für viele Fachbegriffe der Telekommunikation, ISDN und VoIP.

 

 

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Impulswahlverfahren (Abk. IWV)

Wahlverfahren bei älteren Wählscheiben-Telefonen oder älteren Tastentelefonen. Durch periodisches Unterbrechen des Schleifenstromes in genau definierten Zeitabständen wird der Wählimpuls ausgelöst. Einige TK-anlagen ermöglichen den Einsatz solch älterer Telefone. Abgelöst wurde das IWV durch das wesentlich schnellere und präzisere Mehrfrequenzverfahren. Siehe auch MFV.

 

Initialisierung

Als Initialisieren wird das Zurücksetzen eines Gerätes oder einer Baugruppe in den Grundzustand bezeichnet. Meist wird dies durch Abschalten des Gerätes für einige Sekunden erreicht.

 

Initiierung

In der Kommunikationstechnik initiiert der A-Teilnehmer durch Abheben des Telefonhörers eine Gesprächsverbindung.

 

International Electrotechnical Commission (Abk. IEC)

Eine der ISO (International Standards Organization) angegliederten Organisation zur internationalen Standardisierung elektrotechnischer Bauteile und Komponenten. Siehe auch ISO.

 

Interne Ports

In der Telekommunikationstechnik Anschlüsse, zu denen über den internen S0-Bus einer Telekommunikationsanlage Verbindungen ermöglicht werden. An einer TK-Anlage unterscheidet man zwischen Externen und Internen S0-Ports. Über interne Ports können die lokal angeschlossenen Teilnehmer intern miteinander und kostenfrei kommunizieren. Alle an interne Ports angeschlossene Teilnehmer werden als interne Teilnehmer bezeichnet.

 

Internverbindung

Als Internverbindung bezeichnet man die direkte Kommunikation zwischen den Teilnehmern, die an interne Ports - auch Nebenstellen genannt - angeschlossen sind. Interne Verbindungen verursachen keine Gesprächskosten beim Provider. Siehe interne Ports.

 

Integrated Services Digital Network (Abk. ISDN)

Digitales Kommunikationsnetz, das mehrere Dienste wie Telefonie, Fax, Datenübertragung umfasst. Man unterscheidet zwei Anschlusstypen:

- Der Basisanschluss mit 2 Nutzkanälen und den Anschlussarten Mehrgeräteanschluss und Anlagenanschluss. Der Anschluss erfolgt über eine herkömmliche 2-Draht-Leitung und einen Netzabschluss (NT). An diesen NT werden die Endgeräte oder eine TK-Anlage an den so genannten Externen S0-Bus angeschlossen. Normale ISDN-Endgeräte sind für den Mehrgeräteanschluss vorgesehen. Integriert sind zwei B-Kanäle und ein D-Kanal.

- Der Primärmultiplexanschluss (PMxAS) mit 30 Nutzkanälen und der Anschlussart als Anlagenanschluss. Der Anschluss erfolgt über zwei herkömmliche 2-Draht-Leitungen und einen Primärmultiplex-Netzabschluss (PMx-NT). An diesen NT wird eine Tk-Anlage an den so genannten S2M-Port angeschaltet.

 

Jeder Nutzkanal hat eine Übertragungsgeschwindigkeit von 64 kbit/s. Zusätzlich zu den Nutzkanälen existiert ein so genannter Daten-Kanal, der für die Signalisierungsinformation und zusätzliche Synchronisierungsinformationen verwendet wird.

 

Beide Anschlusstypen können entweder mit dem Protokoll 1TR6 (nationales ISDN) oder DSS1 (Euro-ISDN) arbeiten. Analoge Endgeräte lassen sich nur unter Verwendung eines a/b-Adapters verwenden, oder wenn die TK-Anlage entsprechende a/b-Ports besitzt.

 

Bereits im Jahre 1989 wurde das ISDN eingeführt. Bis 1991 wurden insgesamt mehr als 130 Städte in Deutschland mit ISDN-Vermittlungsstellen ausgestattet. Nach weiteren zwei Jahren konnten weit mehr als zwei Drittel der Geschäftskunden ISDN-Anschlüsse bekommen. 1993 wurde das für europäische Staaten standardisierte EURO-ISDN eingeführt.

 

IP-Telefone

IP-Telefone werden nicht direkt an die ISDN-Anlage angeschlossen, sondern an das Computer Netzwerk. Computer werden i. d. Regel über Switches an das Netzwerk (TCP-IP) angebunden, welches auf dem Internet Protokoll (IP) basiert. Das gleiche Protokoll wird bei den IP-Telefonen für die internet Kommunikation benutzt. Die Übertragung von Sprache über das Computer-Netzwerk benötigt eine Bandbreite von etwa 100 kiloBit.

 

ISDN

siehe Integrated Services Digital Network

 

ISDN-Anschlusseinheit (Abk. IAE)

Anschlussdose am S0-Bus für ein bis zwei ISDN-Telefone mit Westernstecker im RJ-45-Format. Gängig sind Anschlussdosen mit 4, 6 oder 8 Kontakten bzw. 2x4, 2x6 oder 2x8 Kontakten. Alternativ zur IAE kann auch die UAE verwendet werden. Siehe auch UAE.

 

ISDN-Endgerät

Telefon, Fax, Anrufbeantworter, ISDN-Karte etc., welches an einem ISDN-Port (S0-Port) betrieben werden kann. Die Geräte besitzen i. d. Regel einen Westernstecker (RJ-45).

 

ISDN-Kanal

Ein ISDN-Nutzkanal ist ein Verbindungsweg für die Telekommunikation. An einem ISDN-Basisanschluss stehen insgesamt 2 Nutzkanäle (B-Kanäle) mit jeweils 64 kbit/s zur Verfügung. Die Daten werden unverschlüsselt übertragen.

 

ISDN-PC-Karte

Steckkarte für den Computer mit ISDN-Anschluss. Realisiert werden kann damit beispielsweise eine CTI-Anwendung, Telefax oder ein komfortabler Anrufbeantworter auf der Festplatte des PC. Auch die Datenübertragung von Dateien wird ermöglicht (DFÜ).

 

ISDL

(ISDN-DSL) bietet im Vergleich zu ISDN die gleiche Übertragungsgeschwindigkeit, jedoch wird die Reichweite etwas übertroffen.

 

International Standards Organisation (Abk. ISO)

Dachorganisation für internationale Normungsfragen mit über 200 Fachausschüssen, getragen und finanziert durch die angeschlossenen nationalen Standardisierungsgremien (z. B. DIN, Deutsches Institut für Normung). Aktivitäten im Bereich der elektrotechnischen Normung sind an die IEC (International Electrotechnical Commission) delegiert. Siehe auch IEC.

 

 

 

 

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