ISDN-Lexikon - I
Hier finden Sie die Erklärung für viele Fachbegriffe der Telekommunikation, ISDN und VoIP.
Impulswahlverfahren (Abk. IWV)
Wahlverfahren bei älteren Wählscheiben-Telefonen oder älteren
Tastentelefonen. Durch periodisches Unterbrechen des Schleifenstromes
in genau definierten Zeitabständen wird der Wählimpuls ausgelöst.
Einige TK-anlagen ermöglichen den Einsatz solch älterer
Telefone. Abgelöst wurde das IWV durch das wesentlich schnellere
und präzisere Mehrfrequenzverfahren. Siehe auch MFV.
Initialisierung
Als Initialisieren wird das Zurücksetzen eines Gerätes oder
einer Baugruppe in den Grundzustand bezeichnet. Meist wird dies durch
Abschalten des Gerätes für einige Sekunden erreicht.
Initiierung
In der Kommunikationstechnik initiiert der A-Teilnehmer durch Abheben
des Telefonhörers eine Gesprächsverbindung.
International Electrotechnical Commission (Abk. IEC)
Eine der ISO (International Standards Organization) angegliederten
Organisation zur internationalen Standardisierung elektrotechnischer
Bauteile und Komponenten. Siehe auch ISO.
Interne Ports
In der Telekommunikationstechnik Anschlüsse, zu denen über
den internen S0-Bus einer Telekommunikationsanlage Verbindungen ermöglicht
werden. An einer TK-Anlage unterscheidet man zwischen Externen und
Internen S0-Ports. Über interne Ports können die lokal angeschlossenen
Teilnehmer intern miteinander und kostenfrei kommunizieren. Alle an
interne Ports angeschlossene Teilnehmer werden als interne Teilnehmer
bezeichnet.
Internverbindung
Als Internverbindung bezeichnet man die direkte Kommunikation zwischen
den Teilnehmern, die an interne Ports - auch Nebenstellen genannt
- angeschlossen sind. Interne Verbindungen verursachen keine Gesprächskosten
beim Provider. Siehe interne Ports.
Integrated Services Digital Network (Abk. ISDN)
Digitales Kommunikationsnetz, das mehrere Dienste wie Telefonie, Fax,
Datenübertragung umfasst. Man unterscheidet zwei Anschlusstypen:
- Der Basisanschluss mit 2 Nutzkanälen und den Anschlussarten
Mehrgeräteanschluss und Anlagenanschluss. Der Anschluss erfolgt
über eine herkömmliche 2-Draht-Leitung und einen Netzabschluss
(NT). An diesen NT werden die Endgeräte oder eine TK-Anlage
an den so genannten Externen S0-Bus angeschlossen. Normale ISDN-Endgeräte
sind für den Mehrgeräteanschluss vorgesehen. Integriert
sind zwei B-Kanäle und ein D-Kanal.
- Der Primärmultiplexanschluss (PMxAS) mit 30 Nutzkanälen
und der Anschlussart als Anlagenanschluss. Der Anschluss erfolgt
über zwei herkömmliche 2-Draht-Leitungen und einen Primärmultiplex-Netzabschluss
(PMx-NT). An diesen NT wird eine Tk-Anlage an den so genannten S2M-Port
angeschaltet.
Jeder Nutzkanal hat eine Übertragungsgeschwindigkeit von 64
kbit/s. Zusätzlich zu den Nutzkanälen existiert ein so
genannter Daten-Kanal, der für die Signalisierungsinformation
und zusätzliche Synchronisierungsinformationen verwendet wird.
Beide Anschlusstypen können entweder mit dem Protokoll 1TR6
(nationales ISDN) oder DSS1 (Euro-ISDN) arbeiten. Analoge Endgeräte
lassen sich nur unter Verwendung eines a/b-Adapters verwenden, oder
wenn die TK-Anlage entsprechende a/b-Ports besitzt.
Bereits im Jahre 1989 wurde das ISDN eingeführt. Bis 1991
wurden insgesamt mehr als 130 Städte in Deutschland mit ISDN-Vermittlungsstellen
ausgestattet. Nach weiteren zwei Jahren konnten weit mehr als zwei
Drittel der Geschäftskunden ISDN-Anschlüsse bekommen.
1993 wurde das für europäische Staaten standardisierte
EURO-ISDN eingeführt.
IP-Telefone
IP-Telefone werden nicht direkt an die ISDN-Anlage angeschlossen,
sondern an das Computer Netzwerk. Computer werden i. d. Regel
über Switches an das Netzwerk (TCP-IP) angebunden, welches
auf dem Internet Protokoll (IP) basiert. Das gleiche Protokoll
wird bei den IP-Telefonen für die internet Kommunikation
benutzt. Die Übertragung von Sprache über das Computer-Netzwerk
benötigt eine Bandbreite von etwa 100 kiloBit.
ISDN
siehe Integrated Services Digital Network
ISDN-Anschlusseinheit (Abk. IAE)
Anschlussdose am S0-Bus für ein bis zwei ISDN-Telefone mit Westernstecker
im RJ-45-Format. Gängig sind Anschlussdosen mit 4, 6 oder 8 Kontakten
bzw. 2x4, 2x6 oder 2x8 Kontakten. Alternativ zur IAE kann auch die
UAE verwendet werden. Siehe auch UAE.
ISDN-Endgerät
Telefon, Fax, Anrufbeantworter, ISDN-Karte etc., welches an einem
ISDN-Port (S0-Port) betrieben werden kann. Die Geräte besitzen
i. d. Regel einen Westernstecker (RJ-45).
ISDN-Kanal
Ein ISDN-Nutzkanal ist ein Verbindungsweg für die Telekommunikation.
An einem ISDN-Basisanschluss stehen insgesamt 2 Nutzkanäle (B-Kanäle)
mit jeweils 64 kbit/s zur Verfügung. Die Daten werden unverschlüsselt
übertragen.
ISDN-PC-Karte
Steckkarte für den Computer mit ISDN-Anschluss. Realisiert werden
kann damit beispielsweise eine CTI-Anwendung, Telefax oder ein komfortabler
Anrufbeantworter auf der Festplatte des PC. Auch die Datenübertragung
von Dateien wird ermöglicht (DFÜ).
ISDL
(ISDN-DSL) bietet im Vergleich zu ISDN die gleiche Übertragungsgeschwindigkeit,
jedoch wird die Reichweite etwas übertroffen.
International Standards Organisation (Abk. ISO)
Dachorganisation für internationale Normungsfragen mit über
200 Fachausschüssen, getragen und finanziert durch die angeschlossenen
nationalen Standardisierungsgremien (z. B. DIN, Deutsches Institut
für Normung). Aktivitäten im Bereich der elektrotechnischen
Normung sind an die IEC (International Electrotechnical Commission)
delegiert. Siehe auch IEC.

ISDN-Lexikon Buchstabe I
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