ISDN-Lexikon - M
Hier finden Sie die Erklärung für viele Fachbegriffe der Telekommunikation, ISDN und VoIP.
Mailbox (Sprache)
Allgemeine Bezeichnung für eine Sprach-Mailbox beim Telefon- Provider oder der eigenen IT/K-Infrastruktur. Moderne Telefonanlagen bieten die Möglichkeit zur Inbetriebnahme eigener Mailboxen für Gruppen und/oder einzelne Teilnehmer. Die Mailboxen können zeitgesteuert aktiviert oder geschaltet werden und sind von den Teilnehmern autark über die Telefon-Tastatur zu bedienen.
Mailbox (Text)
Innerhalb der Datenkommunikation nimmt die Mailbox Text-Nachrichten
auf, die jederzeit vom Adressaten mittels eines geeigneten Programmes
und einem Computer oder einem anderen E-Mail-fähigen Endgerät
abgerufen und beantwortet werden können. Der gebräuchlichere
Begriff hierfür lautet E-Mail oder Elektronische Mail.
Makeln
Bezeichnung für das Wechseln zwischen zwei bestehenden Telefonverbindungen.
Ein Teilnehmer spricht abwechselnd mit zwei weiteren Gesprächspartnern,
indem er zwischen den Gesprächen hin und her schaltet. Die beiden
anderen Gesprächspartner hören einander nicht - der jeweils
wartende Teilnehmer ist von der Teilnahme am Gespräch ausgeschlossen.
Makros
Makros sind Sequenzen von Tastendrucken. Makros können in gespeicherter
und abrufbarer Form lange und komplizierte Eingaben über die
Tastatur ersetzen. Moderne ISDN Telefone bieten die Möglichkeit,
Makros auf Funktionstasten zu speichern und so zum Beispiel komplexe
Steuerungsvorgänge für die Telefonanlage per Tastendruck
verfügbar zu machen. Auf diese Weise können selbst komplizierte
Konfigurationsänderungen an Telefonanlagen einfach und sicher
jederzeit umgeschaltet werden.
Malicious Call Identification (Abk. MCID)
Siehe Fangen böswilliger Anrufer.
MDSL
(Medium Bit Rate DSL) bietet Übertragungsgeschwindigkeiten
zwischen 272 und 784 kBit/s bei einer Reichweite von bis zu 6,7
km.
Megabit (Abk. MBit, Mb)
Maßeinheit für die Informationsmenge. Ein Megabit oder
kurz Mb entspricht 1024 Kilobit. Siehe Bit, Byte, Kilobit.
Megabyte (Abk. MByte)
Maßeinheit für die Informationsmenge. Ein Megabyte oder
kurz MB entspricht 1024 Kilobyte. Siehe Bit, Byte, Kilobyte.
Mehrfachrufnummer | Multi Subscriber Number (Abk. MSN)
Im Euro-ISDN können einem Mehrgeräteanschluss bis zu zehn
externe Mehrfachrufnummern (MSN) vom Provider zugeteilt werden. Standardmässig
werden jedoch nur 3 externe MSN zugeteilt - weitere MSN bis max. 10
werden auf Anfrage bereitgestellt. Die externe MSN ist die Rufnummer,
über die der Teilnehmer aus dem öffentlichen Kommunikationsnetz
erreichbar ist. Welches Endgerät am ISDN-Anschluss erreicht wird,
ist von der Programmierung der TK-Anlage oder der Endgeräte abhängig.
Siehe auch Rufverteilung.
Mehrfrequenzverfahren (Abk. MFV)
Das Mehrfrequenzverfahren wird auch Tonwahl oder DTMF (Dual Tone Multi
Frequency) genannt. Analoge Telefone und sonstige Endgeräte wählen
mittels MFV die Rufnummern. Siehe auch DTMF.
Mehrgeräteanschluss (Abk. PTMP)
ISDN-Basisanschluss für den Anschluss von bis zu 8 ISDN-Endgeräten
wie z. B. ISDN-Telefone, ISDN-Anrufbeantworter, ISDN-Fax, ISDN-Karten
oder einer ISDN-Anlage an einem S0-Bus. Der Mehrgeräteanschluss
wird auch als Punkt-zu-Mehrpunkt-Anschluss (PTMP, Point-to-Multipoint)
bezeichnet. Es stehen 2 B-Kanäle und ein Daten-Kanal zur Verfügung,
die sich auf bis zu 12 Anschlussdosen verteilen, an denen maximal
8 Endgeräte angeschlossen sein dürfen. Vier dieser Endgeräte
können vom Bus mit Strom versorgt werden; die restlichen Geräte
müssen über eine eigene Stromversorgung verfügen. Beim
Mehrgeräteanschluss werden vom Provider bis zu zehn MSN vergeben,
welche einzelnen Endgeräten zugeteilt werden können.
MFV
Siehe DTMF.
Midspan
Der Midspan dient zur Energieversorgung sogenannter PoE-fähiger Endgeräte wie Netzwerkkameras oder Access Points. Da die Endgeräte keine Netzteile benötigen, brauchen sie zum Betrieb auch keine Steckdose. Der Betrieb PoE-fähiger Endgeräte lässt sich somit kostengünstig zentral über den Midspan realisieren.
Mitschneiden von Gesprächen
Mittels integriertem Anrufbeantworter können am modernen
ISDN Telefon per Tastendruck einzelne Gespräche mitgeschnitten
werden. Die spätere Wiedergabe ermöglicht das Anfertigen
eines Protokolls und kann somit u. U. der Beweissicherung dienen.
MMS
(Multimedia-Message) Nachricht mit Video und Sprache. Sie kann wie ein Film wiedergegeben werden.
Modem
Zusammengesetztes Wort aus Modulator und Demodulator. Das Modem wandelt
digitale Informationen des Computers in analoge Signale (Töne)
und analoge Signale wieder in digitale Information. Die Töne
im hörbaren Frequenzspektrum werden über das Telekommunikationsnetz
übertragen. Als Kommunikationspartner dient meist ebenfalls ein
Computer, der mit dem Netz verbunden ist. Es gibt Modems für
analoge Leitungen, sowie für digitale Leitungen (ISDN); sie können
jeweils nicht für das andere Netz verwendet werden.
Moden
Als Moden werden Lichtstrahlen in einem optischen System bezeichnet. Bei den Glasfaser-Lichtwellenleitern können in Abhängigkeit vom Durchmesser des Glasfaserkabels mehrere hundert Moden parallel übertragen werden. Ziel bei der LWL-Technik ist es, die Moden möglichst parallel und störungsfrei zu übertragen. Moden werden auch als Lichtmoden bezeichnet.
Module
Aktuelle TK-Anlagen können mit Hilfe von Modulen erweitert werden.
Die Modulartechnik birgt u. a. den Vorteil, dass die Anlage mit den
Anforderungen wächst und nicht komplett ausgetauscht werden muss,
wenn die Ansprüche wachsen.
MSDSL
(Multi-Rate Symmetric Single-Pair DSL) ist ein Nachfolger von SDSL
und bietet eine variable Übertragungsgeschwindigkeit und somit
eine anpassbare Reichweite. Die maximale Geschwindigkeit beträgt
2048 kBit/s bei 4500 Metern Reichweite. Bei 8900 Metern Reichweite
können maximal 64 kBit/s erreicht werden.
MSN
Siehe Mehrfachrufnummer.
Multi Mode Fibre (Abk. MMF)
Single Mode Fibre oder kurz SMF steht für ein bidirektional nutzbares Glasfaser-Kabel.
Multimedia-Message (Abk. MMS).
Siehe auch MMS.
Multimode-Glasfaser
Bezeichnung für ein Glasfaserkabel für bidirektionale Kommunikation. Multimode-Glasfaserkabel werden jedoch auf Grund ihrer stark begrenzten Kabellängen immer weniger eingesetzt. Der Nachfolger des Multimode-Glasfaserkabels ist das Singlemode-Glasfaserkabel. (Siehe auch Singlemode-Glasfaser)
Multirate ISDN
Siehe Kanalbündelung.
Music on Hold (Abk. MoH)
Siehe Wartemusik.

ISDN-Lexikon Buchstabe M
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