ISDN-Lexikon - S
Hier finden Sie die Erklärung für viele Fachbegriffe der Telekommunikation, ISDN und VoIP.
Sammelrufnummer
Bezeichnung für eine zentrale Rufnummer, über die mehrere,
einer Sammelrufgruppe zugeordneten, Teilnehmer erreichbar sind. Sobald
einer dieser Teilnehmer bei einem Ruf an die Sammelrufnummer abhebt,
wird das Gespräch zu diesem Teilnehmer durchgestellt. Jeder einzelne
Teilnehmer ist darüber hinaus weiterhin über eine eigene
Rufnummer erreichbar. Siehe Rufverteilung.
Schaltdraht
Unter Schaltdraht versteht man ein Kabel, dessen innerer Leiter einer Ader aus einer einzigen Kupferader besteht. Aus diesem Grund ist der Schaltdraht relativ starr und auch nicht für beweglichen Einsatz gedacht. Ein Kabel aus Schaltdraht wird für die feste Verlegung eingesetzt. Siehe auch Litze.
Schicht, Schichtenmodell
Siehe OSI-Referenzmodell.
Schlitzkabel
Als Schlitzkabel wird ein Koaxialkabel bezeichnet, welches als Antenne fungiert. Das Schlitzkabel besteht - wie bei Koaxialkabel üblich - aus einem Innenleiter und einer durch eine Isolierschicht abgesetzten Abschirmung. Diese Abschirmung ist bei einem Schlitzkabel in regelmässigen Abständen mit Schlitzen versehen, die von Funkwellen bidirektional passiert werden können. Schlitzkabel können Funkwellen breitbandig übertragen. Weiterhin können Antennen aus Schlitzkabel im Tunnel mit kleinem Durchmesser und Kurven eingesetzt werden, da sie deutlich weniger empfindlich auf Reflektionen reagieren als herkömliche Antennen oder Repeater. Das Schlitzkabel wird auch als Leckkabel oder Strahlerkabel bezeichnet.
SDSL
(Symmetric Single-Pair DSL) ist die allgemeine Bezeichnung für
symmetrisches DSL.
Setup
Innerhalb der Kommunikationstechnik wird mit Setup der Aufbau einer
Verbindung zwischen zwei Teilnehmern bezeichnet. Das Setup signalisiert
einen Verbindungswunsch von der Vermittlungsstelle zum Endgerät
oder vom Endgerät an die Vermittlungsstelle.
Short Message Service (SMS)
Short Message Service oder kurz SMS steht für Kurznachrichten-Service. Dieser Service bietet die Möglichkeit zum Versenden kurzer Text-Nachrichten im Mobilfunk-Netzwerk.
Auch im Festnetz wird mittlerweile die Möglichkeit geboten, SMS an Handys oder Festnetz-Teilnehmer zu senden und zu empfangen.
Single Mode Fibre (Abk. SMF)
Single Mode Fibre oder kurz SMF steht für ein unidirektional nutzbares Glasfaser-Kabel.
Singlemode-Glasfaser
Bezeichnung für ein Glasfaserkabel für unidirektionale Kommunikation. Für die bidirektionale Kommunikation werden Singlemode-Glasfaserkabel jeweils paarweise genutzt. Singlemode-Glasfaserkabel sind die Nachfolger der Multimode-Glasfaserkabel. Mit ihnen können wesentlich höhere Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung erreicht werden. Die maximale Kabellänge ist wegen der geringeren Dämpfung ebenfalls deutlich höher als bei Multimode-Glasfaser. (Siehe auch Multimode-Glasfaser)
SMS
SMS Siehe Short Message Service.
Signalisierungskanal
Siehe D-Kanal.
Software
Als Software werden Computerprogramme, Konfigurationsdateien und Nutzdaten
oder Bewegungsdaten bezeichnet. Ohne Software können Computer,
viele Mikroprozessorsysteme und Telefonanlagen nicht betrieben werden.
Die Geräte, auf denen Software eingesetzt wird, werden als Hardware
bezeichnet. Siehe auch Hardware.
Sperren des Anschlusses
Das Sperren eines Anschlusses seitens des Telefon-Providers bewirkt,
dass keine externe Verbindung mehr aufgebaut werden kann. Weiterhin
unterscheidet man drei verschiedene Stufen. Bei der Vollsperre ist
der Anschluss bis auf Notrufnummern komplett gesperrt. Bei der Auslandssperre
können nur Verbindungen im Inland aufgebaut werden. Bei der Interkontinentalsperre
können keine Verbindungen nach Übersee aufgebaut werden.
TK-Anlagen verfügen über ein weit reichendes internes Regelwerk
für Amtberechtigungen, Sperrwerke, Regelwerke, Sperrnummern,
Freigabenummern, Gebührenkonten, White-Lists, Black-Lists, die
Gruppen- oder Teilnehmer-bezogen eingesetzt werden. Mittels der Steuerung
durch Berechtigungen kann eine Sperre durch die Eingabe einer PIN
aufgehoben werden.
Sperrwerk
Liste von Telefonnummern und Teilen von Telefonnummern innerhalb von
TK-Anlagen. Das Sperrwerk ist eine Sammlung von Telefonnummern, zu
denen keine Verbindung aufgebaut werden darf. Das Sperrwerk wird evtl.
durch das Freiwerk und weiteren Einstellungen überlagert.
Splitter
Beim Splitter handelt es sich um ein kleines elektrisches Gerät zur Trennung der Signale
für den NTBA und Modem/Router/Telefon. Es trennt die auf unterschiedlichen Frequenzen übertragenen Signale für ISDN/Telefonie und Netzwerk-Daten/DSL und leitet diese jeweils an die entsprechenden Geräte weiter. Er wird deshalb auch als DSL-Splitter bezeichnet.
Sprachumwandlung
Die vom Mikrofon eines Telefons erzeugten analogen elektrischen
Signale werden 8000 mal pro Sekunde in Abhängigkeit ihrer Amplitude
in 256 unterschiedliche Amplitudenstufen unterteilt. Mit diesem
Verfahren lassen sich Sprach-Frequenzen im ISDN in ausreichender
Qualität übertragen. Sehr niedrige und hohe Frequenzen
werden jedoch nicht übertragen - diese sind jedoch für
die Sprach-Verständigung nicht zwingend erforderlich. Die mit
dieser Pulsamplitudenmodulation gewonnenen Werte zwischen 1 und
256 werden jeweils als Binärwert codiert übertragen. Im
binären Zahlensystem lassen sich diese Zahlen mit 8 Bit (8
Bit = 1 Byte) übertragen. 8 Bit x 8000 Werte pro Sekunde ergeben
die im ISDN übliche Geschwindigkeit von 64000 Bit/Sekunde pro
Sprachkanal (B-Kanal).
Standleitung
Als Standleitung wird eine Kommunikationsleitung bezeichnet, die permanent
zur Verfügung steht. Die Standleitung wird nicht über die
Vermittlungsstelle geschaltet - es erfolgt daher auch kein Verbindungsaufbau
oder Verbindungsabbau.
Steuerkanal
Siehe D-Kanal.
Strukturierte Verkabelung
Die Strukturierten Verkabelung steht für einen neuen Stand bei der Verkabelungs-Technik. Bei der Strukturierten Verkabelung werden Netzwerk-Verkabelung und Telefon-Verkabelung angepasst. Die hausinterne Verdrahtung für Telefonanlage und Telefone wurde auf den Stand der Netzwerk-Verkabelung angehoben. Für Telefon und Netzwerk gelten gleiche Verlegekabel und einheitliche Anschlussdosen.
Subadressierung
Das Leistungsmerkmal Subadressierung bietet schon während des
Verbindungsaufbaus die Möglichkeit, zusätzliche Informationen
zu übermitteln. Es können nur Informationen vom Anrufer
an den Angerufenen übermittelt werden. Beispielsweise können
Passworte übermittelt werden oder im Falle von entsprechend geeigneten
Endgeräten Programme gestartet werden.
Systemtelefone
Mit Systemtelefon werden i. d. Regel ISDN-Telefone bezeichnet,
welche anlagenspezifische Funktionen bieten. Dieser erweiterte
Funktionsumfang ist ohne eine entsprechende Telefonanlage nicht
verfügbar - jedoch funktionieren Systemtelefone oft auch
an ISDN-Anlagen anderer Hersteller.
S0-Bus
In der Kommunikationstechnik bezeichnet der S0-Bus die elektrische
Möglichkeit, mehrere Endgeräte an einen ISDN-Anschluss anzuschliessen.
Hierbei werden z. B. mehrere Telefone parallel an ein Leitungssystem
angeschlossen. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, an mehreren
Anschlüssen erreichbar zu sein. Vom NTBA ausgehend, können
maximal 12 Anschlussdosen angeschlossen sein. An diesen Dosen können
maximal 8 Endgeräte angeschlossen sein. Die restlichen Dosen
dürfen nicht belegt sein! Maximal vier Endgeräte dürfen
vom NTBA mit Strom versorgt werden. Die restlichen Endgeräte
müssen über eine autonome Spannungsversorgung verfügen.
Die maximale Länge des Busses wird von verschiedenen Faktoren
wie z. B. Qualität der Leitungen und Anordnung der Anschlussdosen
bestimmt und liegt üblicherweise zwischen 100 und 200 Metern.
Der Bus muss zwingend über eine geeignete Terminierung in Form
der Abschlusswiderstände in Sende- und Empfangsleitung verfügen.
S0-Anschluss
Standard-ISDN-Schnittstelle einer Telefonanlage intern zum Anschluss von ISDN-Telefonen oder
sonstigen ISDN-Endgeräten. Es handelt sich um eine 4-adrige Anschaltmöglichkeit
- meist als RJ-45-Steckdose als IAE- oder UAE-Anschlussdose. Mittels
geeigneter Westernstecker im Format RJ-45 wird die Verbindung hergestellt.
Die Kabelverbindungen haben auf grund der elektrischen Eigenschaften
des S0-Busses nur eine begrenzte Reichweite und müssen weitere
Regeln einhalten.
Der externe ISDN-Anschluss bei Telefonanlagen wird als T0-Anschluss bezeichnet.
S12
Digital gesteuertes Wähl- und Vermittlungssystem, das unter Führung
der Firma Alcatel entwickelt wurde.
S2M-Schnittstelle
ISDN-Anlagenanschluss für mittlere bis große ISDN-TK-Anlagen.
Schnittstelle des Primärmultiplexanschlusses zur Anschaltung
von größeren ISDN-TK-Anlagen und leistungsstarken Datenverarbeitungsanlagen
(DV-Anlagen). Mit der S2M-Schnittstelle werden 30 Nutzkanäle
(B-Kanäle) und ein Steuerkanal (D-Kanal) mit jeweils 64 kbit/s
bereitgestellt. Die Synchroninformation wird ebenfalls mit 64 kbit/s
übertragen.

ISDN-Lexikon Buchstabe S
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