ISDN-Lexikon - A
Hier finden Sie die Erklärung für viele Fachbegriffe der Telekommunikation, ISDN und VoIP.
a/b-Adapter
Adapter zur Nutzung analoger Telefone oder sonstiger analoger Endgeräte
am ISDN-Bus. Der Nachteil einfacher a/b-Adapter ist die mangelnde Fähigkeit
zur Kommunikation mit weiteren Endgeräten am internen Bus. Ebenso
können evtl. nicht alle ISDN-Merkmale an diesen Geräten genutzt
werden. Abhilfe schafft in solchen Fällen eine ISDN-Anlage mit
analogen Ports. Insofern kann die Funktion eines a/b-Adapters auch von
einer ISDN-TK-Anlage übernommen werden. Ausgeführt sind solche
einfachen Geräte amtseitig mit einem ISDN-Port und ein bis drei
a/b-Ports teilnehmerseitig. Der a/b-Adapter wird ebenfalls als Teminal
Adaptor oder kurz TA bezeichnet.
a/b-Port oder a/b-Schnittstelle
Allgemeine Bezeichnung für die Anschlussmöglichkeit eines
analogen Telefons, Faxgerätes, Modems, Anrufbeantworters etc. an
einer TK-Anlage. Es handelt sich hier um eine Zweidraht-Schnittstelle,
deren Anschlüsse i. d. Regel mit a und b bezeichnet werden. Die
parallele Anschaltung mehrerer Endgeräte an einen Port ist nicht
zulässig.
Abheben
Mit Abheben ist das Abheben des Telefonhörers von der Gabel gemeint.
Siehe Initiierung.
Abschlusswiderstand
Ein ISDN-S0-Bus mit mehreren Anschlussdosen muss an jedem Ende mit jeweils
einem Abschlusswiderstand versehen werden. Die Widerstände von
üblicherweise 100 Ohm verhindern sog. Reflektionen. Die Abschlusswiderstände
befinden sich jeweils am Anfang und Ende der Sendeleitung (a1/b1) und
Empfangsleitung (a2/b2). Die Terminierung des Busses wird auch als Line
Termination bezeichnet.
ADSL
(Asymetric Digital Subscriber Line) Breitbandanschluss für den
gleichzeitigen Betrieb einer Datenleitung mit einer analogen Telefonleitung
oder einer ISDN-Leitung.
Advice of Charge, at Call Set-up time (Abk. AOCS)
AOCS ist die Abkürzung für die Gebühreninformation vor,
während oder am Ende einer Verbindung.
Advice of Charge, at the End of the Call (Abk. AOCE)
AOCE ist die Abkürzung für die Gebühreninformation am
Ende eines Gesprächs im ISDN. Voraussetzung ist der Dienst AOCD.
Siehe auch AOCD.
Advice of Charge, During the Call (Abk. AOCD)
AOCD ist die Abkürzung für die Gebühreninformation während
eines Gesprächs im ISDN. Geeignete Endgeräte zeigen die Gesprächsgebühren
auf dem Display an. Voraussetzung ist die Beauftragung des Dienstes
beim Provider.
Allgemeine Anschalt-Erlaubnis (Abk. AAE)
Endgeräte wie Telefone, Anrufbeantworter, Tk-Anlagen mit einer
Allgemeine Anschalt-Erlaubnis dürfen von jedermann an das öffentliche
Telefonnetz mittels Steckverbindung angeschlossen werden. TAE-Dosen
oder NTBAs der Deutschen Telekom / des Netzbetreibers dürfen dabei
nicht geöffnet werden.
Amtberechtigung
Teilnehmerberechtigung bzgl. Wahl am öffentlichen Telefonnetz.
Differenziert wird zwischen regionalen, nationalen und internationalen
Rufnummern. Innerhalb von Telefonanlagen können weitere Berechtigungen
vergeben werden. Beispielsweise können Teilnehmer oder Teilnehmergruppen
nur bestimmte Telefonnummern anwählen. Siehe auch Freiwerk und
Sperrwerk.
Anklopfen | Call Waiting (Abk. CW)
Das Anklopfen bezeichnet einen Ton, der während eines Telefongesprächs
zu hören ist, sobald ein weiterer Gesprächspartner anruft.
Der Angerufene entscheidet, ob er dieses Gespräch entgegen nehmen
will, oder zwischen den Gesprächspartnern hin und her schalten
möchte. Siehe auch Makeln.
Analog
Die analoge Telefontechnik beschreibt den bis zur Einführung der
Digitalen Übertragung gängigen technischen Stand in der Fernmeldetechnik.
Anlagenanschluss | Point-to-Point (Abk. PTP)
ISDN-Basisanschluss zum Anschluss einer ISDN-Tk-Anlage. Es stehen i.
d. Regel 2 Nutzkanäle (Amtleitungen) zur Verfügung. Die Telefonanlage
ist über eine zentrale Anlagenrufnummer (Basisrufnummer), einer
Zentralrufnummer (Global Call) und weiteren zwei- bis dreistelligen
Durchwahlen (DDI, Direct Dialling In) erreichbar. Die Zahl der Durchwahlnummern
ist nicht auf 10 begrenzt.
Annex A
Annex A steht für die asynchrone Datenübertrgung (ADSL), sowie
die Übermittlung analoger Sprachdienste über ein Adernpaar.
Annex A wird in den USA und Europa überwiegend eingesetzt - in
Deutschland wird Annex A nicht genutzt.
Annex B
Annex B steht für die asynchrone Datenübertrgung (ADSL), sowie
die Übermittlung digitaler Sprachdienste des ISDN über ein
Adernpaar. Annex B wird fast ausschliesslich in Deutschland genutzt.
Annex M
Annex M ist ein weiterer Standard bei der Übertragungsmöglichkeit per DSL.
Anonyme Anrufe
Unter anonymen Anrufen versteht man solche Anrufe, bei denen der Anrufer keine Rufnummer übermittelt. Dies kann dann der Fall sein, wenn der Anrufer an seinem Telefon die Rufnummernübermittlung unterdrückt hat.
Anrufe abweisen
Eingehende Rufe können abgewiesen werden. Für diese Funktion gibt es am Telefon eine entsprechende Funktionstaste. Bei Aktivierung wird der Klingelton deaktiviert - der Anrufer hört dann u. U. ein Besetztzeichen.
Anruferliste
Anrufe, die in einem elektronischen Speicher mit Nummer, Datum und Uhrzeit
gespeichert werden. Verpasste Anrufe können aufgelistet werden
und die Teilnehmer können anhand der Anrufliste zurück gerufen
werden. Voraussetzung ist, dass die Anrufer ihre Rufnummer übertragen
(s. CLIP; s. Gesprächsliste).
Anrufweiterschaltung (Abk. CFU, CFB, CFNR)
Die Anrufweiterschaltung ermöglicht das automatische Umleiten eines
Anrufs zu einem anderen Ziel (z. B. auf ein Mobiltelefon). Somit ist
der Angerufene an mehreren Endgeräten erreichbar - jedoch trägt
er die Kosten für die Umleitung ab dem Anschluss, an dem die erste
Umleitung erfolgt. Ist die Weiterschaltung in der Vermittlungsstelle
aktiviert, fallen hierfür evtl. ebenfalls Kosten an. Selbige entfallen
jedoch für den Fall, dass die TK-Anlage dieses Merkmal unterstützt.
Man unterscheidet folgende Arten der Anrufweiterschaltung: Immer (CFU,
Call Forwarding Unconditional), Bei Nichtmelden (CFNR, Call Forwarding
No Reply) und Bei Besetzt (CFB, Call Forwarding Busy).
Anrufweiterschaltung durch den Angerufenen | Call Deflection (Abk.
CD)
Der Angerufene (B-Teilnehmer) entscheidet beim Anrufklingeln, ob er
das Gespräch annehmen oder es durch einen Tastendruck (zu einem
anderen Amtanschluss oder einem Handy) weiterleiten will. Mit dem Leistungsmerkmal
Anrufweiterschaltung durch den Angerufenen, abgekürzt CD (Call
Deflection) können Anrufer fallweise zu einem anderen Anschluss
weitergeleitet werden, bevor der Anruf entgegen genommen wurde. Der
Anrufer hört während der Rufphase und während des Weiterleitens
den normalen Rufton. Er weiß also nicht, ob er den gewählten
Zielteilnehmer oder ein Weiterleitungsziel erreicht. Beim Ruf des Endgerätes
wird zur Weiterschaltung eine Taste betätigt, worauf der Anruf
umgeleitet wird. Um diesen Dienst nutzen zu können, muss sowohl
die Vermittlungsstelle als auch das Endgerät diesen Dienst unterstützen.
Automatische Zentrale
Der Anrufer verbindet sich selbst zum gewünschten Ziel. Durch die
Ansage: "Wenn Sie mit unserem Service verbunden werden wollen,
drücken Sie die Ziffer 2" kann der Anrufer per Tastendruck
die gewünschte Abteilung erreichen.
A-Law-Codierung
Technik zur Verbesserung der Übertragungsqualität analoger
Signale, die über digitale Leitungen transportiert werden.
A-Teilnehmer
Fachbezeichnung innerhalb der Kommunikationstechnik für den Anrufer.
Der Initiator der fernmündlichen Kommunikationsbeziehung wird als
A-Teilnehmer bezeichnet. Der angerufene Teilnehmer wird als B-Teilnehmer
bezeichnet.
A-Vermittlungsstelle (Abk. A-Vst)
Fachbezeichnung für die Vermittlungsstelle (z. B. Telekom), an
die der Anrufer angeschlossen ist. Über diese Vermittlungsstelle
wurde die Verbindung aufgebaut.

ISDN-Lexikon Buchstabe A
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